Abdichtung in „Bodengleicher Dusche“

Finden Sie auch, eine Dusche sollte länger als 5 Jahre dicht bleiben?

Autor: Reto Hänni

abdichtung

Die Perfekte Lösung
Wand und Bodenabdichtung in Flüssigkunstoff

Als vor mehr als 10 Jahren die konventionelle Duschentasse immer mehr abgelöst wurde, durch sogenannte Bodengleiche-Duschen, stellte sich die grosse Frage nach der Ausführung. Bis anhin kannte man eigentlich nur die gute bewährte Bleiwanne als Abdichtungsmöglichkeit. Diese „Bleifolie“ wurde direkt auf den Beton und das Mauerwerk aufgebracht und war versehen mit einem Drahtnetz, darauf wurde der Grundputz resp. Mörtel direkt aufgebracht. In Sachen Dichtigkeit eine solide Lösung. Der grosse Nachteil war jedoch, dass das ganze Gefüge ständig mit Wasser gesättigt war, wie eben der Name Bleiwanne schon sagt, wie eine Wanne.

Mit der Nutzungsdauer kamen eben auch die unschönen Ausblühungen und weissen Schnäuze in den Plattenfugen. Die ersten Abdichtungen der neueren Art, die sogenannten „Alternativen Abdichtungen“ wurden direkt auf den Grundputz, respektive auf den Gefällsüberzug aufgebracht.

Viele Schnittstellen waren ungelöst, wie klebt man die alternative Abdichtung auf andere Werkstoffe, wie zum Beispiel Kunststoffabläufe oder Metallrinnen. Der Vorteil war jedenfalls, dass neu die wasserführende Schicht, also die Abdichtung direkt unter dem Plattenbelag war. Die Schadenfälle in Sachen undichte Duschen häuften sich, da das Ganze in Bezug auf die Ausführung in den Kinderschuhen steckte.

Die Materialien für Abdichtung sind enorm verbessert worden, sowie die Bodenabläufe und Rinnen wurden den Anforderungen angepasst. Einer perfekten Ausführung steht also nichts mehr im Wege. Die ganzen Anforderungen an eine Abdichtung in der Dusche wurde in einer Norm geregelt.

Die SIA Norm 271
Wie der SIA Norm 271, Abdichtungen von Hochbauten zu entnehmen ist, fallen die Abdichtung in Duschen unter diesen Geltungsbereich. Viele daran Beteiligte wissen jedoch nicht, dass die ganze Projektierung, Anwendung, Ausführung und Materialwahl in dieser Norm geregelt ist, also Achtung bei einem Schadenfall wird nach der SIA Norm 271 beurteilt. Nach dieser Norm fallen leider die meisten Verbund-Abdichtungs-Systeme durch und erfüllen die Mindestanforderungen nicht. Die Norm fordert zu Recht eine Abdichtung-Schichtstärke von mindestens 2mm.

Mein erstes Schockerlebnis im Zusammenhang mit einer Verbundabdichtung war, als ich eine gerissene Bodenplatte auswechseln sollte. Nach dem Ausspitzen der beschädigten Platte, war trotz grösster Vorsicht die darunterliegende Abdichtung zerstört, „so ein Mist“, mit schweissigen Händen versuchte ich, die Abdichtung zu reparieren. Dabei ist es nur möglich zu Basteln, mit Silikon und selbstklebenden Bänder versuchte ich noch zu retten und musste feststellen, dass das nicht eine dauerhafte Lösung sein kann.

Wenn ich das Problem hatte, müssen das alle anderen, die in die gleiche Situation kommen auch haben. Mit dem Gedanken dass ich meinem Bauherrn eine Risikolösung in seine Dusche einbaute, konnte ich nicht leben. Daraufhin entwickelten wir unser eigenes Duschensystem.

Hänni Duschsystem
Mit diesem System sind sämtliche Anschlüsse und Schnittstellen gelöst worden. Auf dieser Abdichtung darf man auch eine Platte auswechseln.
Da wir selber von dieser Lösung begeistert sind, bieten wir Ihnen 10 Jahre Garantie auf die Dichtigkeit.

Das nächste grosse Risiko, sehe ich im Unterhalt. Die ringsum laufenden Silikonfugen müssen nach einigen Jahren erneuert werden, das heisst die bestehenden alten Fugen müssen ausgeschnitten werden, meistens mit einem Cutter Messer. Sie erahnen schon, was dann passieren kann. Mit Leichtigkeit wird die dünne Verbundabdichtung durchschnitten und das Desaster ist perfekt. Ein Mythos den ich immer wieder höre ist, dass die Silikonfuge dicht macht, das stimmt überhaupt nicht, die Silikonfuge ist eine rein technische Fuge und keine Dichtfuge. Auch das kann mit unserem System nicht passieren.

Also ich plädiere dafür, dass solide Duschen gebaut werden, wenn der Schaden ausserhalb der Garantiezeit entsteht, wird es richtig teuer.

Lieber doch beim ersten Mal richtig machen oder?

kundendienst

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2017-12-18T17:34:25+00:00 23 November, 2016|Fachbeiträge|