Asbest im Plattenkleber – bin ich gefährdet?

Detailaufnahme von Asbestfasern
in Produkt gebunden

Die neue Wunderfaser
Asbest die neue Wunderfaser! Dachte man ab 1940. Asbest war eine Sensation eine Wunderentdeckung und bestens geeignet für viele Anwendungen. Dachte man, weit gefehlt. Erst als viele Lungentote zu beklagen waren, kam man darauf. Asbest macht krank, Asbest kann tödlich sein. Viele kennen die Thematik aus der Presse, damals als Eternit in den Verruf kam und viele Klagen und Prozesse geführt wurden. Eternit war aber nur die Spitze des Eisberges. Genauere Ausführungen findest Du in meinen Fachartikel «Asbest in Plattenkleber, die ganze Wahrheit».

Asbest im Plattenkleber
Seit einigen Jahren ist bekannt, dass man die Asbestfaser in der Produktion auch in den Plattenkleber mischte. Mit dem Beimischen der Faser bewirkte man diverse Vorzüge, unter anderem wurde der Kleber standhafter und das Plättli rutschte weniger ab. Schon in den frühen Anfängen des Haftklebers, also nach der Umstellung von Dickbettmörtel mit Pflaster auf das Dünnbettverfahren des heutigen Plattenklebers wurde von Hand aus Säcken mal nebenbei eine Handvoll beigemischt. Bis 1990 wurde der Plattenkleber mit der Asbestfaser industriell vermengt, danach war stopp. Jetzt stehen genau diese Beläge vor den Umbauarbeiten und sollten erneuert werden. 30- jährige Beläge und älter stehen jetzt natürlich unter Generalverdacht, Asbest zu enthalten. An alle Haus- und Wohnungsbesitzer, die jetzt zusammenzucken; bei richtiger Handhabung ist das nur halb so schlimm. Die Faser wird nur dann freigesetzt, wenn auch der Kleber bearbeitet wird. Erst wenn gespitzt oder geschliffen wird, kann sich die Faser freisetzten. Unter dem Belag ruhend ist gar keine Gefahr da. Nur bei Umbauarbeiten ist der Bauherr verpflichtet, dies prüfen zu lassen. Wir unterstützen unsere Kunden dabei und entnehmen beim bestehenden Belag Proben und lassen diese prüfen. Innert 3 Tagen ist das Ergebnis bekannt.

Fachgerechte Asbest-Sanierung 
Sollte sich bestätigen, dass der Plattenkleber Asbest enthält, wird eine fachgerechte Asbest-Sanierung notwendig. Dabei werden in einem Unterdrucksystem die Plattenflächen zurückgebaut. Mit Schutzanzug und einem Atemsystem schützt sich der Arbeiter sozusagen «in der Unterdruckkammer». Durch ein dreiteiliges Schleusensystem wird verhindert, dass sich die Asbestfaser verteilen kann. Einzelne Platten können wir problemlos auswechseln, durch den Einsatz von Staubsaugern mit den richtigen Filtersystemen, setzen wir niemanden der Gefahr von lungengängigen Fasern aus. Lesen Sie dazu meinen Fachartikel.

2019-07-25T12:23:05+00:00 25 Juli, 2019|Input-Mail|